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Shopware Theme smarty modifier/functions

Wer mit Shopware schon einmal auf Frontendebene gearbeitet hat, dem ist Smarty ein Begriff. Smarty ist eine Template-Engine, welche es ermöglicht, das HTML-Template der Seite um Variablen und Abfragen zu erweitern und somit dynamischen Inhalt auszugeben. So wird es ermöglicht, auf Daten des Shopsystems wie Artikeldaten, Kundendaten etc. im Template zuzugreifen. Dies geschieht dann über sogenannte „Template-Variablen“.

https://developers.shopware.com/designers-guide/smarty/

Ein simples Beispiel veranschaulicht, wie man in seinem Template den Namen eines Shopwareartikels ausgeben kann:

Shopwareartikelname

Nun hat man ebenso die Möglichkeit auf diese Variablen Funktionen anzuwenden, um diese nachträglich noch zu verändern.

Das folgende Beispiel zeigt eine Ausgabe der Artikelbeschreibung, welche mit einem solchen Modifier verändert wird. In diesem Fall wird mit der Funktion „truncate“ die Beschreibung der Shopwareartikels auf 120 Zeichen gekürzt.
truncate

Der Aufbau ist hier immer gleich, ein Modifier wird mit „|“ nach einer Variable angehängt. Hier kann man sogar mehrere Modifier nacheinander anhängen und mehrere Funktionen auf diese Variable ausführen:
smarty

Die Möglichkeiten Variablen im Template zu modifizieren ist hier jedoch auf bestimmte Funktionen begrenzt:

• capitalize (in Grossbuchstaben schreiben)
• cat
• count_characters (Buchstaben zählen)
• count_paragraphs (Absätze zählen)
• count_sentences (Sätze zählen)
• count_words (Wörter zählen)
• date_format (Datums Formatierung)
• default (Standardwert)
• escape (Maskieren)
• indent (Einrücken)
• lower (in Kleinbuchstaben schreiben)
• nl2br
• regex_replace (Ersetzen mit regulären Ausdrücken)
• replace (Ersetzen)
• spacify (Zeichenkette splitten)
• string_format (Zeichenkette formatieren)
• strip (Zeichenkette strippen)
• strip_tags
• truncate (kürzen)
• upper (in Grossbuchstaben umwandeln)
• wordwrap (Zeilenumbruch)

Siehe:https://www.smarty.net/docsv2/de/language.modifiers.tpl

Shopware bietet hier die Möglichkeit innerhalb des eigenen Themes die existierenden modifier um eigene zu erweitern. Hierzu muss man im Ordner seines Themes unter dem Pfad „_private/smarty/“ seine eigenen Funktionen ablegen.

Die Dateien müssen dann wie folgt benannt werden:
• für Modifier: modifier.nameMeinesModifiers.php
• für Funktionen: function.nameMeinerFunction.php
smarty

Beispiel einer function:
Beispiel einer function:

Die Funktion selbst muss ebenso das Schema einhalten, also „function smarty_function_nameMeinerFunction“ entsprechend des Dateinamens benannt werden. Im aktuellen Beispiel lautet dies „eightball“

Im Template wird dann eine Funktion wie folgt aufgerufen:

smarty

Im Unterschied zu einem Modifier wird eine Funktion über den vergebenen Namen direkt aufgerufen und ist keine Modifizierung einer Variable. Hier würde nun ein Zufallstext aus der Funktion im Template ausgegeben werden.

Ein weiteres Beispiel zeigt, wie man eigene Modifier implementiert und welche neuen Möglichkeiten damit einhergehen:
smarty

Das Prinzip ist hier das gleiche wie bei Funktionen, man muss das Schema einhalten.
Somit heißt unsere Datei „modifier.getArticlesByIds.php“, damit muss dann die PHP-Funktion analog dazu „function smarty_modifier_getArticlesByIds“ heißen. Der Parameter in Klammern danach entspricht der Variable, welche vor dem Pipe „|“ im Template verändert werden soll.

PHP-Funktion analog

In diesem Fall erhalten wir von der Variable „$sCustomPage.tpl.variable“ eine kommagetrennte Liste und der Modifier „getArticlesByIds“ macht daraus echte „$sArticles“ nach Shopwarestruktur mit allen Daten dieser Artikel, wie z.B. Name, Beschreibung, Bilder,…

Da man in eigenen Modifiern und Funktionen die volle Funktionalität von PHP, sowie Zugriff auf Funktionen von Shopware (z.B. aus dem Beispiel „Shopware()->Modules()->Articles()“) hat, sind einem somit auf Frontendebene kaum noch Grenzen gesetzt.

Von Jan Mallwitz

Nach 3 Semestern im Bereich angewandte Informatik an der Universität Heidelberg, ließ Jan das Uni-Leben hinter sich und wollte Taten sprechen lassen. Der daraufhin gelernte Fachinformatiker bei der Trio-Group in Mannheim spricht mittlerweile viele IT-Sprachen fließend und wird das Machart Studios Entwickler-Team fortan unterstützen. Der Fußballer beim LSV 1864 Ladenburg ist ständig auf der Suche nach noch mehr Erfahrung und programmiert daher in seiner Freizeit mit Canvas und JavaScript weiter. Den geistigen Ausgleich verschafft er sich durch das Ausleben seiner künstlerischen Ader in den Bereichen Matte-Painting und Image-Manipulation.

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