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Safety-Check: Facebooks Sicherheitsfunktion

Vergangene Samstagnacht machte Facebook den Safety-Check für seine Nutzer aus Paris zugänglich. Damit reagierte das soziale Netzwerk direkt auf die Terror-Anschläge. Nutzer konnten einen Sicherheitsstatus nutzen, der Freunden zeigte, dass sie in Sicherheit sind.

Mit dem Sicherheitsstatus bietet Facebook eine schnelle Möglichkeit, Freunden und Familienmitgliedern mitzuteilen, dass sie in Sicherheit sind. Nutzer, die sich zum Zeitpunkt des Pariser Terror-Angriffs in dem betroffenen Gebiet befanden, erhielten eine Push-Meldung. Sie konnten markieren, dass es ihnen selbst oder einem ihrer Freunde gut geht.

Paris_Sicherheitsstatus

Alle Kontakte erhielten ebenfalls eine Push-Meldung. „Anna wurde während der Pariser Terroranschläge als ‚In Sicherheit‘ markiert, hieß es beispielsweise. Innerhalb der ersten 24 Stunden nutzten 4,1 Millionen Facebook-Nutzer die Funktion. 360 Millionen Nutzer haben die Benachrichtigung gelesen, dass ihre Freunde in Sicherheit sind.

Safety-Check ursprünglich für Naturkatastrophen entwickelt

Die Funktion wurde während der Erdbebenkatastrophe in Fukushima entwickelt. Menschen, die Familienangehörige oder Freunde haben, die in den betroffenen Gebieten leben, sollten auf eine einfache Weise erfahren, dass es ihnen gut geht. Zugleich können Nutzer aber auch teilen, was sie über den Sicherheitsstatus von Freunden oder Familienmitgliedern wissen. Weitere Testläufe in den Erdbebenregionen Nepal, Chile und Afghanistan, sowie während dem Hurricane Patricia im Südpazifik zeigten, dass dieses Feature hilfreich ist. Allerdings handelt es sich hierbei um Ereignisse, die einen klaren Anfang und ein klares Ende haben. In langanhaltenden Krisengebieten wurde der Safety-Check bislang nicht eingesetzt. Bei Paris handelt es sich um eine klare Ausnahme, ohne eindeutig zu wissen, dass die Begleitumstände endgültig vorbei sind.

Facebook-Beitrag Zuckerberg

Kritik für Facebook

Rasch erntete Mark Zuckerberg auf seiner Profilseite herbe Kritik. Der Vorwurf: Wieso kam der Safety-Check zwar bei den Terror-Anschlägen in Paris zum Einsatz, aber nicht beim zuvor passierten Selbstmordanschlag im libanesischen Beirut? Offenbar hätten es die Datenschutzbestimmungen nicht erlaubt, den Safety-Check außerhalb von Naturkatastrophen einzusetzen. Das habe man nun geändert. Trotzdem hinterlässt das einen negativen Nachgeschmack. Ob die Terror-Anschläge von Paris gezielt dazu genutzt worden sind, um die Funktion medienwirksam zu inszenieren? Wer weiß. Der 31-jährige Facebook-Gründer kündigte jedoch an, dass der Safety-Check nun auch häufiger freigeschaltet werden solle. Schließlich gebe es auch jede Menge andere wichtige Konflikte in der Welt und Facebook werde hart daran arbeiten den Menschen zu helfen, so Zuckerberg. Noch in der Nacht zum Mittwoch wurde der Safety-Check im Zuge der Bombenanschläge in Nigeria aktiviert.

Facebook-Posting Safety-Check Nigeria

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Von Susanne Wölk

Nach einigen Semestern an der Uni Mannheim voller Fachwissen in Politikwissenschaft hat sich die leidenschaftliche Feuerwehrfrau dazu entschlossen, ihren persönlichen Schwerpunkt neu auszurichten. Aufgrund einiger Erfahrungen in Wahlkampagnen und der Öffentlichkeitsarbeit wird sie unser Team vor allem im Bereich des Marketings, der Text- und PR-Arbeit tatkräftig unterstützen.

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