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Weshalb man nicht hungrig einkaufen sollte

Nach der Arbeit noch kurz zum Supermarkt und einige Lebensmittel einkaufen gehen? Das ist wohl eine schlechte Idee. Wir erklären Ihnen in diesem Blogbeitrag warum.

Wenn der Magen beim Einkaufen ein Mitspracherecht hat

Wie eine US-amerikanische Studie der Cornell University Ithaca, New York, herausgefunden hat, wandern tendenziell häufiger kalorienreiche Lebensmittel im Einkaufswagen, wenn der Magen knurrt. Um herauszufinden welchen Einfluss das Hungergefühl auf das Einkaufsverhalten hat, ließen die Forscher die Probanden fünf Stunden lang hungern. Anschließend wurden sie zum Einkaufen geschickt. Alle Studienteilnehmer konnten sich für kalorienarme oder kalorienreiche Lebensmittel entscheiden. Fast alle griffen zu Süßigkeiten, Chips und Schokolade, also den deutlich reichhaltigeren Snacks, und kauften so einen ungesunden Einkaufswagen voller Kalorien. Obst und Gemüse blieben liegen.

Der Hunger macht den Einkaufswagen voll

Einige Jahre zuvor hatten sich die Wissenschaft mit der Frage beschäftigt, ob der Hunger auch einen Einfluss auf die Menge hat. Kaufen hungrige Menschen mehr ein? Tatsächlich konnte auch diese These belegt werden und ist auf die Urinstinkte des Menschen zurückzuführen. Waren unsere Vorfahren hungrig, so mussten sie nach neuer Nahrung suchen. Auch heute noch machen wir uns auf den Weg nach neuem Essen, sodass auch mengenmäßig mehr Dinge im Einkaufswagen landen, als ursprünglich geplant war.

Auch Kleidung und Schuhe werden mehr konsumiert

Faszinierend an den Ergebnissen ist die Tatsache, dass sich das Hungergefühl auf den gesamten stationären Handel übertragen lässt. Es werden somit nicht nur Lebensmittel häufiger eingekauft, sondern auch Elektronik, Haushaltsgeräte, Kleidung, Schuhe und Bücher. Durch das Hungergefühl sinkt die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Der Mensch wird anfälliger auf äußere Reize und trifft dadurch Entscheidungen, die er mitunter nicht klar durchdacht hat.

Das eigene Kaufverhalten beeinflussen

Laut den Ergebnissen der Forscher sei das Hungergefühl zwischen 13 und 16 Uhr weniger intensiv ausgeprägt, als am Abend zwischen 16 und 19 Uhr. Wer einkaufen gehen muss sollte somit den frühen Nachmittag bevorzugen. Es helfe jedoch auch schon vor dem Einkauf eine Kleinigkeit zu Essen oder eine Einkaufsliste zu schreiben.

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Von Susanne Wölk

Nach einigen Semestern an der Uni Mannheim voller Fachwissen in Politikwissenschaft hat sich die leidenschaftliche Feuerwehrfrau dazu entschlossen, ihren persönlichen Schwerpunkt neu auszurichten. Aufgrund einiger Erfahrungen in Wahlkampagnen und der Öffentlichkeitsarbeit wird sie unser Team vor allem im Bereich des Marketings, der Text- und PR-Arbeit tatkräftig unterstützen.

2 Kommentare

  1. 6. Januar 2016 j. Vollbrecht Antworten

    Hallo, welche wissenschaftliche Quelle liegt dem Artikel „Weshalb man nicht hungrig einkaufen sollte“ von Susanne Wölk zugrunde? Ich schreibe meine Abschlussarbeit zu diese Thema. Die Studie passt perfekt. Ich benötige nur dringend die Primärquelle. Meine intensive Recherche hat leider nichts ergeben, weshalb ich nun auf Ihre Hilfe hoffe.
    Vielen Dank und MfG J. Vollbrecht

    • 13. Januar 2016 Susanne Wölk Antworten

      Hallo lieber Leser,

      vielen Dank für Ihren Kommentar zu meinem Blogbeitrag. Den hier zitierten Ergebnissen liegen zwei Studien zu Grunde.

      Tal A, Wansink B. Fattening Fasting. Hungry Grocery Shoppers Buy More Calories, Not More Food. AMA Intern Med. 2013;173(12):1146-1148

      Jing Xu A, Schwarz N, Weyer Jr. RS, Hunger promotes acquisition of nonfood objects von 2014, in der überarbeiteten Fassung von 2015.

      Weitere Quellen, die je nach thematischer Ausrichtung Ihrer Forschungsfrage ebenfalls hilfreich sein könnten, wären:

      Wansink B, Tal A, Shimizu M. First foods most: after 18-hour fast, people drawn to starches first and vegetables last. Arch Intern Med. 2012;172(12):961-963

      Nisbett RE, Kanouse DE. Obesity, food deprivation, and supermarket shopping behavior. J Pers Soc Psychol. 1969;12(4):289-294

      Goldstone AP, Prechtl de Hernandez CG, Beaver JD, et al. Fasting biases brain reward systems towards high-calorie foods. Eur J Neurosci. 2009;30(8):1625-1635

      Wie lautet denn genau das Thema Ihrer Abschlussarbeit? Viel Erfolg!

      Gibt es Fragen? – Einfach fragen! 🙂

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